Wie Sachsen unter August dem Starken prunkvoll erstrahlt
Als „August der Starke“ prägte er die sächsische Geschichte wie vielleicht kein zweiter: Prinz Friedrich August (1670-1733) inszenierte sich nicht nur als absolutistisch strahlender Herrscher. Er verfolgte sehr konsequent seine Ziele, und sein Maßstab war immer die Perfektion. Das zeigt der gezielte Verwaltungsaufbau und die geschickte Wirtschaftspolitik – eben auch Augusts Förderung von Kunst, Architektur, Handwerk und Wissenschaft. Diese ausgeprägte Leidenschaft konnte entstehen, weil er als Zweitgeborener für den Thron ursprünglich gar nicht vorgesehen war. Der junge sächsische Prinz ließ sich deshalb zunächst staunend auf die Welt des Adels ein. Auf seiner „Kavalierstour“ reiste er im Alter zwischen 17 und 19 Jahren inkognito als Graf von Meißen durch ganz Europa, lernte das Leben an allen bedeutenden Höfen kennen und lieben. Weil sein älterer Bruder starb, trat Friedrich August mit 24 überraschend doch das Amt des Kurfürsten an.
Bild: Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Foto: JürHans-Peter Klut)
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